Windfeste Sonnenschirme – Welcher Sonnenschirm bei starkem Wind?

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Sie kennen es bestimmt: Es ist ein schöner Sommertag, aber der Wind weht etwas kräftiger als gewöhnlich. Der Sonnenschirm schwankt bedrohlich, fällt um oder wird sogar beschädigt. Gerade in Küstennähe, im Flachland oder in den Bergen kommt es häufiger zu solchen Situationen.

Egal ob Sie Gastronom sind und einen Außenbereich mit vielen Sonnenschirmen unterhalten müssen oder, wenn Sie privat auf der Terrasse oder dem Balkon entspannen möchten. Kräftigere Böen können einem Sonnenschirm schnell gefährlich werden.

Deshalb möchten wir in diesem Ratgeber auf die Frage eingehen, welcher Sonnenschirm eigentlich für windiges Wetter besonders gut geeignet ist und worauf Sie zusätzlich noch achten sollten.

Die Qualität des Sonnenschirms

Das offensichtlichste zuerst: Achten Sie bei der Wahl des richtigen Sonnenschirms auf die Qualität. Ein Sonnenschirm aus Metall ist grundsätzlich stabiler als Kunststoff oder Holz. Gerade bei windigem Wetter müssen der Mast und die Streben enorme Belastungen aushalten. Eine vollständige Konstruktion aus Metall ist hier also die richtige Wahl. Die Sonnenschirmstreben können auch nochmals verstärkt werden, zum Beispiel durch ein zusätzliches innenliegendes Aluminiumprofil.

Je größer der Schirmdurchmesser, desto dicker sollte auch der Schirmmast sein. Wir empfehlen bei kleineren Sonnenschirmen einen Mast-Durchmesser von mindestens 35 mm und eine Wandstärke von 2 bis 5,5 mm. Bei sehr großen Schirmen, zum Beispiel mit einem Durchmesser von über 5 Metern, sollte wenigstens ein Mast-Durchmesser von 100 mm und eine Wandstärke von 4,5 mm oder mehr vorhanden sein.

Stellen Sie hier Qualität vor Quantität und geben Sie lieber etwas mehr für einen Sonnenschirm aus, als dass er bei dem nächsten unerwarteten Wetterumschwung beschädigt wird.

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Sonnenschirm verankern oder Schirmständer nutzen?

Eine ebenfalls wichtige Frage, die Sie sich stellen sollten, ist die Verankerung des Sonnenschirms. Hier haben sie verschiedene Möglichkeiten. Entweder Sie lassen den Sonnenschirm mit Bodenhülsen fest im Boden verankern oder verwenden einen klassischen Sonnenschirmständer.

Eine Befestigung über Bodenhülsen bietet grundsätzlich den besten Schutz gegenüber Wind, wenn es richtig umgesetzt wird. Bodenhülsen sind mit und ohne Einbetonierung und für verschiedene Bodentypen erhältlich (z. B. Pflaster, Beton, Erdboden etc.). Eine feste Verankerung bietet zwar einige Vorteile, wie die Stabilität und die Platzeinsparung, aber auch einige Nachteile. So ist es nicht möglich, seinen Sonnenschirm umzustellen, was gerade bei der täglichen Sonnenwanderung zum Problem werden kann. Auch die Montage der Bodenhülsen ist nicht ganz ohne, da sie bei einer kleinen Unachtsamkeit schnell schief eingesetzt werden können.

Wenn Sie bei der Platzierung ihres Sonnenschirms flexibel bleiben möchten, dann empfiehlt sich der Einsatz eines Sonnenschirmständers. Besonders wichtig zu beachten ist das Gewicht des Ständers. Bei einem Sonnenschirm mit einem Durchmesser von 3 m sollte mindestens 50 kg eingeplant werden. Ab 3,5 m Durchmesser sollten es schon 100 kg sein. Ampelschirme benötigen generell ein höheres Gewicht von mindestens 100 bis 150 kg. Gerade an sehr windanfälligen Orten sollten Sie aber lieber nochmals eine Gewichtsklasse höher einplanen, damit der Schirm bestmöglich geschützt ist.

Mehr über Sonnenschirmständer und deren Gewichtsklassen erfahren Sie hier.

Mittelmastschirm oder Ampelschirm? Welcher Schirmtyp ist windfester?

Es gibt unterschiedliche Arten von Sonnenschirmen. Die beiden gängigsten sind Mittelmastschirme und Ampelschirme. Bei Ampelschirmen wird der stützende Mast seitlich vom Schirm positioniert, wodurch mehr Schattenfläche für Sie oder Ihre Gäste zur Verfügung steht. Beim klassischen Mittelmastschirm ist der Mast, wie der Name bereits verrät, in der Mitte angebracht. Welcher der beiden Varianten ist windfester? Ganz eindeutig der Mittelmastschirm. Aufgrund seiner Bauweise gelangt weniger Wind unter den Schirm und das zentrale stützende Gewicht eines Sonnenschirmständers oder einer Verankerung macht den Sonnenschirm windstabiler, als einen Ampelschirm.

Doch was heißt das in Zahlen ausgedrückt? Ein hochwertiger Mittelmastschirm kann im geöffneten Zustand eine Windgeschwindigkeit von bis zu 100 km/h (entspricht Windstärke 10) standhalten - vorausgesetzt, er ist fest in den Boden verankert. Dies beschreibt jedoch den absoluten Maximalwert und Sie sollten dies lieber nicht in der Praxis testen. Bei einer Windstärke von 10 spricht man bereits von einem schweren Sturm, wodurch ein Aufenthalt im Freien generell nicht mehr zu empfehlen ist. Mit einem nicht verankerten und ausreichend schweren Sonnenschirmständer sollten Sie Ihren Schirm ab einer Windstärke von 6 bis 7 (ca. 50 bis 60 km/h) einfahren. Bei besonders großen Schirmen oder Ampelschirmen ist 50 km/h bereits das absolute Maximum.

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Lieber einen großen Sonnenschirm oder zwei kleine?

An sehr windanfälligen Orten sollte immer die Devise gelten: lieber mehrere kleine Sonnenschirme als weniger große. Auch wenn sehr große Sonnenschirme den Vorteil haben, mehr Gästen auf einmal Schatten zu spenden, so sind sie auch weitaus windanfälliger aufgrund ihrer vergrößerten Angriffsfläche. Ein robuster und hochwertiger Sonnenschirm mit einem Durchmesser von 5 m kann aber durchaus noch Windstärken bis zu 7 (maximal 50 km/h) aushalten. Kleinere Schirmständer schaffen bis zu 60 km/h.

Letztendlich müssen Sie hier selbst abschätzen, welche Schirmgröße Sie bevorzugen. Wenn Sie auf die Vorteile eines großen Schirms nicht verzichten wollen und mit der etwas höheren Windanfälligkeit leben können, dann ist es umso wichtiger, auf hochwertige Materialien, eine besonders robuste Bauweise und eine gute Verankerung zu achten.

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Zusätzliche Schirmdach-Stabilisatoren: Windhauben/Winddächer

Als Windhaube oder Winddach bezeichnet man die Stoffhaube ganz oben an der Spitze des Sonnenschirms. Sie ist am eigentlichen Bezug angenäht. Bei stärkeren Winden kann sie sich anheben und eine Öffnung im Schirm freimachen, wodurch die Windangriffsfläche reduziert wird.

Dadurch wird die Windstabilität des Sonnenschirms nochmals erhöht. Achten Sie also beim Kauf darauf, dass der Sonnenschirm eine Windhaube besitzt.

Was tun bei einem Sturm?

Sollte das Wetter sich so sehr verschlechtern, dass stärkere Böen oder Stürme auftreten, dann sollten Sie Ihren Sonnenschirm lieber schließen. Egal wie robust und hochwertig Ihre Ausstattung letztendlich ist – einem Unwetter können auch die besten Sonnenschirme nicht standhalten. Noch dazu fallen Sturmschäden meist nicht unter die Garantie oder Gewährleistung eines Sonnenschirmherstellers.

Achten Sie darauf, für Ihre Sonnenschirme auch zusätzliche Schutzhüllen zu bestellen. Diese schützen nicht nur vor der Witterung, sondern bieten auch eine geringere Angriffsfläche für den Wind. Ohne Schutzhülle können die Stofffasern des Schirms bei einem Sturm aneinander reiben und dadurch schneller verschleißen.

Das wichtigste nochmal zusammengefasst. So wird Ihr Sonnenschirm windfest:

  • Achten Sie auf hochwertige Materialien, am besten sollte die gesamte Schirmkonstruktion aus Metall gefertigt sein
  • Achten Sie auf einen ausreichend dicken Schirmmast und verstärkte Schirmstreben
  • Entscheiden Sie sich lieber für zwei kleine Sonnenschirme, als für einen großen
  • Setzen Sie bevorzugt auf einen Mittelmastschirm anstelle eines Ampelschirms
  • Lassen Sie Ihren Sonnenschirm fest verankern oder verwenden Sie ausreichend schwere Sonnenschirmständer
  • Eine Windhaube sorgt nochmals für eine höhere Windstabilität

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